Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge über die Nutzung der API-Dienste von Lathra.ai (nachfolgend „Dienst"), die zwischen Andreas Kosmatos, Zugspitzstraße 66, 86163 Augsburg (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden (nachfolgend „Kunde" oder „Nutzer") geschlossen werden.
Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat. Dieses Zustimmungserfordernis gilt in jedem Fall, beispielsweise auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis der AGB des Kunden die Leistung an den Kunden vorbehaltlos ausführt.
Der Anbieter stellt dem Kunden eine API-Schnittstelle zur Verfügung, über die der Kunde personenbezogene Daten DSGVO-konform tokenisieren und an Large Language Models (LLMs) verschiedener Anbieter senden kann. Der Dienst umfasst:
Der Kunde nutzt für die LLM-Anfragen seine eigenen API-Keys der jeweiligen Provider. Der Anbieter fungiert als Proxy-Dienst und stellt keine eigenen LLM-Kapazitäten zur Verfügung.
Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Kunden auf der Website des Anbieters und die anschließende Freischaltung des Accounts durch den Anbieter zustande. Mit der Registrierung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrages ab. Der Anbieter nimmt dieses Angebot durch Freischaltung des Accounts an.
Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Änderungen der Registrierungsdaten sind dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.
Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (API-Keys) geheim zu halten und vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.
Der Anbieter stellt den Dienst mit einer Verfügbarkeit von 99,0% im Jahresmittel zur Verfügung. Hiervon ausgenommen sind Zeiten, in denen der Server aufgrund von technischen oder sonstigen Problemen, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (höhere Gewalt, Verschulden Dritter etc.), nicht zu erreichen ist.
Der Anbieter behält sich vor, den Dienst weiterzuentwickeln und zu verbessern. Dabei kann es zu vorübergehenden Einschränkungen kommen. Der Anbieter wird den Kunden über geplante Wartungsarbeiten rechtzeitig informieren.
Der Anbieter übernimmt keine Gewährleistung für die Verfügbarkeit und Qualität der angebundenen LLM-Provider. Störungen bei den LLM-Providern liegen außerhalb des Verantwortungsbereichs des Anbieters.
Der Anbieter bietet folgende Preismodelle an:
Pay-as-you-go (Prepaid):
Der Kunde lädt im Voraus ein Guthaben auf sein Konto auf (Refill). Die Abrechnung erfolgt pro verarbeitetem Token zum jeweils gültigen Preis (aktuell: €0,01 pro 1.000 Tokens). Das Guthaben wird bei jeder API-Anfrage entsprechend der verarbeiteten Token-Anzahl reduziert.
Monatliche Abrechnung:
Der Kunde erhält am Ende eines Kalendermonats eine Rechnung über die im jeweiligen Monat verarbeiteten Tokens. Die Abrechnung erfolgt zum jeweils gültigen Preis (aktuell: €0,01 pro 1.000 Tokens).
Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Es gelten die AGB von Stripe. Der Kunde kann per Kreditkarte, SEPA-Lastschrift oder anderen von Stripe unterstützten Zahlungsmethoden bezahlen.
Bei der monatlichen Abrechnung ist die Rechnung innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung zur Zahlung fällig.
Kommt der Kunde mit der Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst zu sperren, bis die ausstehenden Beträge beglichen sind. Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz berechnet.
Der Anbieter behält sich vor, die Preise mit einer Ankündigungsfrist von 4 Wochen anzupassen. Der Kunde hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht. Widerspricht der Kunde der Preisanpassung nicht innerhalb von 4 Wochen nach Zugang der Mitteilung, gilt die Preisanpassung als genehmigt.
Neukunden erhalten eine kostenlose Testphase von 14 Tagen. Während dieser Zeit können bis zu 100.000 Tokens kostenlos verarbeitet werden. Nach Ablauf der Testphase oder Überschreitung des Kontingents erfolgt die Abrechnung nach dem gewählten Preismodell.
Der Kunde verpflichtet sich, den Dienst nur für rechtmäßige Zwecke zu nutzen und dabei alle geltenden Gesetze und Vorschriften einzuhalten, insbesondere:
Der Kunde ist insbesondere verpflichtet:
Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer rechtswidrigen Nutzung des Dienstes durch den Kunden entstehen.
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und der Datenschutzerklärung. Details zur Datenverarbeitung entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung unter /datenschutz.
Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ab. Der AVV kann über die Website angefordert werden.
Der Anbieter speichert keine Inhalte der über den Dienst übermittelten Daten. Es werden ausschließlich Metadaten (Timestamp, Token-Count, Provider, Request-ID) in Form von kryptographischen Hashes (HMAC-SHA256) und digitalen Signaturen (Ed25519) zu Audit-Zwecken gespeichert.
Alle Daten werden ausschließlich in der EU verarbeitet. Eine Übermittlung in Drittstaaten erfolgt nicht durch den Anbieter. Für die Datenverarbeitung durch die vom Kunden genutzten LLM-Provider ist der Kunde selbst verantwortlich.
Der Anbieter gewährleistet, dass der Dienst im Wesentlichen den in der Leistungsbeschreibung genannten Funktionen entspricht. Unerhebliche Abweichungen von der vereinbarten Beschaffenheit bleiben außer Betracht.
Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität der von den LLM-Providern generierten Antworten. Der Kunde ist selbst für die Prüfung und Verwendung der LLM-Ausgaben verantwortlich.
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
Die Haftung für Datenverlust ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Anfertigung von Sicherungskopien eingetreten wäre.
Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer rechtswidrigen Nutzung des Dienstes durch den Kunden oder einer Verletzung dieser AGB entstehen. Dies umfasst auch die Kosten einer angemessenen Rechtsverteidigung.
Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Er kann von beiden Parteien mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden.
Die Kündigung muss in Textform (z.B. per E-Mail) erfolgen. Die Kündigungsfrist beginnt mit dem Zugang der Kündigung beim Vertragspartner.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn:
Mit Beendigung des Vertrages wird der Zugang zum Dienst gesperrt. Bereits bezahlte Beträge werden nicht erstattet, es sei denn, der Anbieter hat den Vertrag ohne wichtigen Grund gekündigt.
Bei Pay-as-you-go kann der Kunde ein verbleibendes Guthaben innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende zur Auszahlung anfordern, sofern das Guthaben mindestens €10,00 beträgt.
Audit-Logs werden nach Vertragsende gemäß der vereinbarten Retention-Policy (Standard: 90 Tage) aufbewahrt und anschließend gelöscht.
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von 4 Wochen zu ändern. Die Änderungen werden dem Kunden per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 4 Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als genehmigt. Der Anbieter wird den Kunden in der Mitteilung auf die Folgen eines nicht erklärten Widerspruchs hinweisen.
Widerspricht der Kunde den geänderten AGB fristgerecht, ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen zu kündigen.
Die Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsbeziehung erlangten vertraulichen Informationen geheim zu halten und nur für Zwecke der Vertragserfüllung zu verwenden. Diese Verpflichtung besteht auch nach Beendigung des Vertrages fort.
Vertrauliche Informationen sind alle Informationen, die als vertraulich gekennzeichnet sind oder deren Vertraulichkeit sich aus den Umständen ergibt. Ausgenommen sind Informationen, die öffentlich bekannt sind oder werden, ohne dass dies auf einer Pflichtverletzung beruht.
Für alle Rechtsbeziehungen zwischen dem Anbieter und dem Kunden gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters (Augsburg).
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Der Kunde ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters an Dritte abzutreten.
Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Änderung dieser Schriftformklausel. Elektronische Form (z.B. E-Mail) genügt nicht.
Stand: Februar 2026
Anbieter: Andreas Kosmatos, Zugspitzstraße 66, 86163 Augsburg
Kontakt: [email protected]